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Der weltweit führende Hersteller von Lösungen für Open-Source-Schwachstellenmanagement Greenbone hat ein Community-Portal für seine Anwender- und Entwicklergemeinschaft gestartet, das die umfangreichen Informationen für die Community-Editionen übersichtlicher und einfacher zugänglich macht.

Für wen ist das Portal?

Auf community.greenbone.net laden die Vulnerability-Management-Experten Anwender, Developer und alle IT-Profis, die sich professionell mit Sicherheit und Schutz vor Hackern beschäftigen ein, sich in Foren, Blogs, News und Dokumentation umzusehen und zu helfen, die Seiten zu gestalten.

Zentrale Anlaufstelle
„Unser neues Community Portal ist die zentrale Anlaufstelle, wo sich Anwender, Experten, Greenbone Mitarbeiter und alle anderen Interessierten treffen und sich stets aktuell über die Produkte, die Firma oder neue Features informieren können.“ erklärt Greenbones Community-Managerin DeeAnn Little: „Wir möchten mit dem Portal der großen, weltweiten Greenbone Community ein Zuhause geben, mit allen Links und Informationen, die jeder braucht, der mit unseren Schwachstellenmanagement arbeitet.“

Was bietet das neue Portal
Sowohl für Greenbone OpenVAS als auch die Greenbone Community Edition finden sich (unter „Getting started“) zahlreiche Anleitungen zur Installation und Konfiguration der Community-Versionen. Dazu gibt’s News und Updates, beispielsweise zu den jüngst veröffenlichten Docker-Container-Releases der Community Edition aber auch aktuelle Zahlen über Greenbone-Installationen auf auf einer Weltkarte und ein komplett überarbeitetes Forum mit neuen Kategorien und Blog.

Für die Community, mit der Community
„All das wäre ohne die zahlreichen Beiträge aus der Greenbone-Community nicht möglich, aber gleichzeitig ist das auch nur der erste Schritt“, erklärt Little:„Zukünftig werden wir hier auch technische Details von unseren Experten erklären lassen und neue Features vorstellen.

Greenbone wünscht sich dabei viel Input und Anregungen aus seiner großen Community, erklärt Little:

„Wir freuen uns über jeden Input und alle Anregungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge, genau dafür ist das Portal da. Schicken Sie uns Ihre Fragen. Was haben wir übersehen? Was wünschen Sie sich? Wie können wir das Portal, das Forum und die neuen Seiten noch besser machen? Welche Themen wünschen Sie sich – worüber sollten wir berichten?“ Hier können Sie Ihre Meinung hinterlassen, wir freuen uns darauf.

Greenbone Community Forum im neuen Look

Auch das beliebte User Forum hat Greenbone ins Community Portal integriert. Im neuen Look soll es auch weiterhin den Anwendern von Greenbones Software – unabhängig von ihrem technischen Hintergrund – eine Plattform für Ideen, gegenseitige Hilfe aber auch Feedback geben.

„Im Forum können sich User auf Augenhöhe begegnen und gegenseitig helfen – es ist ein Ort des Austausches, wo auch wir immer wieder lernen können.“ erklärt Little. „Egal ob es sich um eine Anfängerfrage, tiefergehende Howtos oder Getting Started Guides handelt – im Forum findet so mancher Anwender Hilfe von erfahrenen Usern, selbst in exotischen Setups.“

Die Mitarbeitenden von Greenbone entwickeln derzeit einen komplett neuen Scanner für Versionsvergleiche. Greenbones neuer Schwachstellenscanner „Notus“ soll dabei zukünftig den Abgleich von Softwareversionen, CVEs und Patches deutlich beschleunigen.

Scanner-Architektur des neuen Schwachstellenscanners

Ein großer Teil des modernen Schwachstellenmanagements besteht aus dem Vergleich von Softwareversionen. Wer herausfinden will, ob sein Server gegen eine Sicherheitslücke gefeit ist, muss wissen, welche Version einer bestimmten Software auf dieser Maschine läuft. So mag Version 1 von einer Schwachstelle betroffen sein, die in Version 2 bereits gefixt ist. Ob Schwachstellenscanner wie der neue Schwachstellenscanner „Notus“ eine Warnung ausgeben, hängt unter anderem stark vom Ergebnis dieser Vergleiche ab.

Björn Ricks, Unit Lead Services & Platforms bei Greenbone erklärt: „Derlei Aufgaben machten allein mehr als ein Drittel der Arbeit eines Scanners aus, und der von uns speziell für Versionsvergleiche optimierte Scanner soll das deutlich beschleunigen.“

Performance-Engpässe bei klassischen Scannern

Am Anfang der Arbeit eines klassischen Scanners steht ein Advisory mit einer von Fachleuten gefundenen Lücke. Mitarbeitende von Greenbone suchen dann dazu passende (betroffene) Softwareversionen und solche, die den Fehler bereits behoben haben. Diese Informationen müssen nun dem Scanner zur Verfügung gestellt werden.

„Er klappert dann die relevanten Server ab und erfasst dort laufende Software. Für den eigentlichen Scan bekommt er im Wesentlichen nur die Infos über betroffene und gefixte Pakete“, erklärt Ricks. „Beim OpenVAS-Scanner und seinen Vorläufern mussten wir in der Regel pro Versionscheck einen eigenen Prozess starten, das heißt ein separates manuell erstelltes Skript. Diese Skripte automatisch zu generieren ist aufwendig.“

JSON-Daten helfen, den Scanner zu beschleunigen

Der neue Scanner dagegen lädt nur noch die benötigten Daten aus Dateien im JSON-Format, einem einfach lesbaren Klartext-Standard. „Die Logik für die Tests steckt damit nicht mehr in den Skripten. Das hat viele Vorteile: weniger Prozesse, weniger Overhead, weniger Speicherbedarf“. Ricks hält den Ansatz für „deutlich effizienter“.

Elmar Geese, COO von Greenbone Networks erklärt: „Unser neuer Notus-Scanner wird ein Meilenstein für unsere Nutzenden, er wird die Performance deutlich verbessern. Unsere bekannt hohe Erkennungsqualität wie auch die Performance sind zentrale Ziele unserer Produktstrategie, und der neue Scanner unterstützt das optimal.”

Das „Notus“-Projekt besteht aus zwei Teilen: einem „Notus“-Generator, der die JSON-Dateien mit den Informationen über verwundbare RPM-/Debian-Pakete erzeugt und dem „Notus“-Scanner, der diese JSON-Dateien lädt und die Informationen daraus interpretiert. Den neuen Schwachstellenscanner „Notus“ will Greenbone in den nächsten Monaten fertig stellen.

Über Greenbone und OpenVAS

Als das Entwicklungsteam des Schwachstellenscanners Nessus im Jahr 2005 beschloss, nicht mehr unter Open-Source-Lizenzen zu arbeiten und zu einem proprietären Geschäftsmodell zu wechseln, entstanden mehrere Forks von Nessus. Nur einer davon ist noch aktiv: das Open Vulnerability Assessment System (OpenVAS).

Die Gründung von Greenbone im Jahr 2008 verfolgte das Ziel, die Entwicklung von OpenVAS voranzutreiben und Anwendern professionelle Unterstützung für Schwachstellenscans bereitzustellen. Greenbone begann, die Weiterentwicklung von OpenVAS zu leiten, fügte mehrere Softwarekomponenten hinzu und verwandelte OpenVAS so in eine umfangreiche Schwachstellenmanagement-Lösung, die dennoch die Werte der freien Software in sich trägt. Die ersten Appliances kamen im Frühjahr 2010 auf den Markt.