Daten sind für die meisten Unternehmen der wertvollste Vermögenswert und gleichzeitig eines der attraktivsten Ziele für Angreifer. Wer Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse und Mitarbeiterinformationen wirksam schützt, sichert nicht nur den laufenden Betrieb, sondern auch das Vertrauen von Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden.

Das Wichtigste in Kürze
Datensicherheit umfasst alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff schützen, unabhängig davon, wo die Daten gespeichert oder wie sie verarbeitet werden. Anders als der Datenschutz, der regelt, wer welche Daten verarbeiten darf, sorgt Datensicherheit dafür, dass diese Daten technisch geschützt bleiben. Kontinuierliches Schwachstellenmanagement mit OPENVAS schließt dabei eine der häufigsten Eintrittspforten für Datenverlust.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
  • Schutz vor Datenverlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff
  • Nachweisbare Erfüllung von DSGVO, NIS2 und ISO 27001
  • Weniger Ausfallzeiten und schnellere Wiederherstellung im Ernstfall

Was ist Datensicherheit?

Datensicherheit bezeichnet den Schutz von Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff, unabhängig vom System, in dem sie gespeichert sind, oder vom Ort, an dem sie verarbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten selbst, nicht der Systeme, die sie verarbeiten.

Datensicherheit wird häufig mit Datenschutz verwechselt, meint aber etwas anderes: Datenschutz regelt rechtlich, wer welche personenbezogenen Daten zu welchem Zweck verarbeiten darf, während Datensicherheit die technische Umsetzung dieses Schutzes sicherstellt. Beide Themen greifen ineinander, denn ohne technische Sicherheit lässt sich kein Datenschutz gewährleisten. Die technische Basis dazu liefert die Seite IT-Sicherheit & Informationssicherheit.

Bausteine einer wirksamen Datensicherheitsstrategie

Wirksame Datensicherheit entsteht aus dem Zusammenspiel von Technik und Organisation. Beide Ebenen müssen ineinandergreifen, damit Daten durchgängig geschützt bleiben:

Technische Maßnahmen

  • Verschlüsselung von Daten im Ruhezustand & bei der Übertragung
  • Regelmäßige, getestete Backups nach der 3-2-1-Regel
  • Rollenbasierte Zugriffskontrollen nach dem Prinzip der geringsten Berechtigung
  • Kontinuierliches Schwachstellenmanagement mit OPENVAS

Organisatorische Maßnahmen

  • Klassifizierung von Daten nach Schutzbedarf
  • Klare Richtlinien für Speicherung, Nutzung und Löschung
  • Schulungen zum Umgang mit sensiblen Daten
  • Löschkonzepte nach gesetzlichen Aufbewahrungsfristen

Ergänzend sorgt Data Loss Prevention (DLP) dafür, dass sensible Daten das Unternehmen nicht unkontrolliert verlassen, etwa über E-Mail-Anhänge oder USB-Datenträger.

Datensicherheit in Zahlen

Wie hoch das wirtschaftliche Risiko unzureichender Datensicherheit ist, zeigen aktuelle Studien:

4,44 Mio. USD

durchschnittliche weltweite Kosten einer Datenschutzverletzung im Jahr 2025 laut IBM, ein Rückgang von 9 % gegenüber dem Vorjahr durch schnellere Erkennung

241 Tage

durchschnittliche Zeit, um eine Datenschutzverletzung zu erkennen und einzudämmen, laut IBM (2025), der niedrigste Wert seit neun Jahren

60 %

aller ausgewerteten Sicherheitsvorfälle hatten laut Verizon Data Breach Investigations Report (2025) einen menschlichen Faktor wie Fehlbedienung oder Social Engineering

Quellen: IBM Cost of a Data Breach Report (2025); Verizon Data Breach Investigations Report (2025).

Die größten Risiken für Ihre Daten

Ein Überblick über die häufigsten Ursachen für Datenverlust und Datenschutzverletzungen:

Ransomware & Datenverschlüsselung

Angreifer verschlüsseln Unternehmensdaten und fordern Lösegeld für die Freigabe. Ohne aktuelle Backups drohen dauerhafter Datenverlust und Betriebsstillstand.

Fehlkonfigurierte Cloud-Speicher

Offen zugängliche Datenbanken oder falsch gesetzte Berechtigungen in Cloud-Diensten zählen zu den häufigsten Ursachen für großflächige Datenlecks.

Insider-Bedrohungen

Nicht nur böswillige, auch unachtsame Mitarbeitende verursachen Datenverluste, etwa durch falsch versendete E-Mails oder ungesicherte Endgeräte.

Ungepatchte Schwachstellen

Bekannte, aber nicht geschlossene Sicherheitslücken in Systemen und Anwendungen bleiben ein Hauptweg, um an sensible Daten zu gelangen.

Verlust und Diebstahl von Endgeräten

Unverschlüsselte Laptops, Smartphones oder USB-Datenträger geraten bei Verlust oder Diebstahl direkt in falsche Hände.

Credential-Diebstahl & Phishing

Gestohlene Zugangsdaten ermöglichen Angreifern den direkten Zugriff auf Datenbanken und Cloud-Konten, oft ohne dass es zunächst auffällt.

Wer trägt im Unternehmen Verantwortung für Datensicherheit?

Datensicherheit gelingt nur, wenn alle Ebenen im Unternehmen mitziehen:

Geschäftsführung

Datensicherheit ist Chefsache: Die Geschäftsleitung trägt die Gesamtverantwortung, stellt Budget bereit und verankert Sicherheitsziele in der Unternehmensstrategie.

IT-Abteilung

Die IT setzt technische Maßnahmen wie Verschlüsselung, Backups und Schwachstellenmanagement um und überwacht deren Wirksamkeit im Tagesgeschäft.

Mitarbeitende

Jede Person im Unternehmen trägt durch den sorgfältigen Umgang mit Daten und Zugängen zur Datensicherheit bei, denn der größte Teil der Vorfälle geht auf menschliches Verhalten zurück.

Datensicherheit, Datenschutz und IT-Sicherheit im Vergleich

Die drei Begriffe hängen eng zusammen, unterscheiden sich aber in Fokus und Zielsetzung:

Bereich Fokus Rechtliche/technische Basis Typische Maßnahmen
Datenschutz Wer darf Daten wie verarbeiten DSGVO, BDSG Einwilligungen, Verarbeitungsverzeichnis, Betroffenenrechte
Datensicherheit Schutz der Daten selbst Technische Umsetzung Verschlüsselung, Backups, Zugriffskontrollen
IT-Sicherheit Schutz der technischen Systeme ISO 27001, BSI Grundschutz Patch-Management, Netzwerksegmentierung, OPENVAS-Scans

Wie sich Datensicherheit weiterentwickelt

Zero Trust als Standard

Anstatt Netzwerkgrenzen zu vertrauen, wird jeder Zugriff auf Daten einzeln geprüft und autorisiert, unabhängig vom Standort des Nutzers.

KI in Angriff und Verteidigung

Angreifer nutzen KI, um Phishing zu personalisieren, während Verteidiger KI einsetzen, um ungewöhnliche Zugriffe auf Daten schneller zu erkennen.

Automatisierte Datenklassifizierung

Tools ordnen große Datenmengen automatisch nach Schutzbedarf ein und erleichtern so gezielte Schutzmaßnahmen statt pauschaler Regeln.

Datensicherheit mit Greenbone

Ein großer Teil der Datenschutzverletzungen beginnt mit einer ungepatchten Schwachstelle. OPENVAS deckt diese Schwachstellen automatisiert auf, bewertet ihre Kritikalität und liefert konkrete Handlungsempfehlungen, bevor Angreifer sie ausnutzen können.

Schwachstellenmanagement für kleine Unternehmen und Einzelplätze, in wenigen Minuten startklar und 14 Tage kostenfrei testbar.

Datensicherheit Checkliste

Ein erster, konkreter Fahrplan, um Ihre Datensicherheit zu prüfen:

  • Daten nach Schutzbedarf klassifizieren
  • Verschlüsselung für Daten im Ruhezustand und bei der Übertragung einrichten
  • Backups nach der 3-2-1-Regel testen und regelmäßig prüfen
  • Zugriffsrechte nach dem Prinzip der geringsten Berechtigung vergeben
  • Löschkonzepte für personenbezogene Daten dokumentieren
  • OPENVAS Scan für kontinuierliches Schwachstellenmanagement einrichten
  • Mitarbeitende regelmäßig zum Umgang mit sensiblen Daten schulen

Häufig gestellte Fragen zu Datensicherheit

Datensicherheit umfasst alle technischen Maßnahmen, die Daten vor Verlust, Manipulation und unbefugtem Zugriff schützen, unabhängig vom Speicherort oder dem verwendeten System.

Datenschutz regelt rechtlich, wer welche personenbezogenen Daten verarbeiten darf. Datensicherheit sorgt für die technische Umsetzung dieses Schutzes, etwa durch Verschlüsselung und Zugriffskontrollen.

Besonders schützenswert sind personenbezogene Daten, Finanzinformationen, Geschäftsgeheimnisse und Zugangsdaten, da ihr Verlust rechtliche, finanzielle und reputative Folgen hat.

Verschlüsselte Daten sind auch bei einem erfolgreichen Angriff für Unbefugte unlesbar, solange die Schlüssel geschützt bleiben. Das gilt sowohl für gespeicherte als auch für übertragene Daten.

Nur mit aktuellen, getesteten Backups lassen sich Daten nach einem Ransomware-Angriff oder technischen Ausfall zuverlässig wiederherstellen, ohne Lösegeld zu zahlen.

Viele Datenschutzverletzungen beginnen mit einer ungepatchten Schwachstelle. Kontinuierliches Schwachstellenmanagement mit OPENVAS schließt diese Einfallstore, bevor sie ausgenutzt werden.

Vorgaben wie DSGVO, NIS2 und ISO 27001 verlangen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz von Daten, auch wenn sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Schwachstellen und Zugriffsrechte sollten kontinuierlich statt einmalig geprüft werden, da täglich neue Sicherheitslücken bekannt werden und sich Zugriffsbedarfe ändern.

Wie gut sind Ihre Daten heute geschützt?

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo Ihre Datensicherheit heute steht und welche Maßnahmen den größten Effekt haben.