CVE-2026-21589: Mehrere Atlassian-Data-Center-Produkte werden aktiv ausgenutzt
CVE-2026-21589 (CVSS 9,3, EPSS ≥ 78. Perzentil) ist eine Schwachstelle mit kritischem Schweregrad für beliebigen Dateizugriff [CWE-552], die Atlassian Jira Service Management Data Center, Jira Software Data Center, Confluence Data Center, Bitbucket Data Center, Bamboo Data Center, Crowd Data Center, Crucible und Fisheye betrifft. Alle ungepatchten Versionen der betroffenen Produkte sind anfällig. Die Dateizugriffsschwachstelle lässt sich unter bestimmten Bedingungen, wenn Crowd SSO verwendet wird, zusätzlich für die Übernahme von Admin-Konten ausnutzen. CVE-2026-21589 gilt als aktiv ausgenutzt [1][2][3][4], wurde aber Stand 13. Oktober 2026 noch nicht in die KEV-Liste der CISA aufgenommen.
Eine detaillierte technische Analyse der gesamten Angriffskette, einschließlich der Übernahme von Jira-Admin-Konten, steht zur Verfügung. Exploits als Proof of Concept (PoC) für das unautorisierte Lesen von Dateien [5][6][7][8] und für die vollständige Angriffskette zur Kontoübernahme [9] sind ebenfalls öffentlich verfügbar. Mehrere nationale CERT-Stellen haben Warnungen zu dieser Schwachstelle herausgegeben [10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20].

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Direkt nach der Veröffentlichung von CVE-2026-21589 wurde der OPENVAS ENTERPRISE FEED um Tests zur Erkennung aller betroffenen Atlassian-Produkte erweitert:
Remote-Banner-Check für Atlassian Jira Service Management Data Center [1]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Jira Software Data Center [2][3]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Confluence [4][5]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Bitbucket [6][7]
Remote-Banner-Check für Atlassian Bamboo [8]
Remote-Banner-Check für Atlassian Crowd [9]
Remote-Banner-Check für Atlassian Fisheye und Crucible [10]
Der OPENVAS ENTERPRISE FEED von Greenbone enthält außerdem laufend neue Erkennungstests für aufkommende Schwachstellen in Atlassian-Produkten. OPENVAS SCAN können Sie jetzt kostenlos herunterladen. Dazu gehört eine zweiwöchige Testversion des OPENVAS ENTERPRISE FEED mit über 250.000 Schwachstellentests, und es werden täglich mehr.
Risikobewertung zu CVE-2026-21589 in Atlassian-Data-Center-Produkten
Atlassian-Data-Center-Produkte sind selbst gehostete Unternehmensplattformen für Projektverfolgung, Dokumentation, Build-Automatisierung, Identitätsverwaltung, Code-Review und mehr. Damit stellt CVE-2026-21589 ein hohes Risiko für eine Vielzahl geschäftskritischer Abläufe dar. Außerdem wurden Atlassian-Produkte in der Vergangenheit immer wieder von Ransomware-Gruppen und APT-Gruppen (Advanced Persistent Threat) ausgenutzt. Atlassian-Produkte sind 13-mal in der KEV-Liste der CISA aufgeführt; 8 dieser Einträge sind für Ransomware-Aktivitäten gekennzeichnet.
CVE-2026-21589 ermöglicht nicht authentifizierten Angreifenden den Zugriff auf Dateien im Stammverzeichnis der Webanwendung, und wenn Crowd SSO verwendet wird, können sie unter Umständen außerdem Konten anlegen und administrative Rechte zuweisen. Die vollständige Angriffskette kann zu unbefugtem Admin-Zugriff führen. Der Status als aktiv ausgenutzte Schwachstelle sowie die Verfügbarkeit detaillierter technischer Informationen und PoC-Exploits erhöhen das Risiko zusätzlich.
Technische Details zu CVE-2026-21589 in Atlassian-Data-Center-Produkten
CVSS 9,3 · KritischEPSS 1,8 % (78.)Aktiv ausgenutztÖffentlicher PoC
CVE-2026-21589 (CVSS 9,3, EPSS ≥ 78. Perzentil) ermöglicht nicht authentifizierten Angreifenden den Zugriff auf Dateien [CWE-552] im Stammverzeichnis der Webanwendung, sofern der genaue Dateiname und Pfad bereits bekannt sind. Für einen Angriff muss der exakte Name und Pfad der Zieldatei vorab bekannt sein. CVE-2026-21589 erlaubt es Angreifenden nicht, Verzeichnisinhalte aufzuzählen oder aufzulisten. Wird Crowd SSO verwendet und verfügt es über ausreichende Berechtigungen, um Benutzer anzulegen und Gruppenmitgliedschaften zu ändern, können Angreifende Konten anlegen und Admin-Konten übernehmen.
Die Schwachstelle hat ihren Ursprung im gemeinsam genutzten Atlassian Web Resource Plugin, genauer in der Verarbeitung von Ressourcenpfaden in der Bibliothek atlassian-plugins-webresource. Die Funktion Router.unescapeSlashes() wandelt Doppelpunkt-Sequenzen (::) in Schrägstriche (/) um und ermöglicht es Angreifenden so, Directory-Traversal-Payloads zu konstruieren, die Pfadbeschränkungen umgehen. Durch manipulierte HTTP-Anfragen an Web-Resource-Endpunkte können nicht authentifizierte Angreifende die Ressourcenauslieferung ausnutzen, um sonst unzugängliche Dateien im Webroot-Verzeichnisbaum der Anwendung zu lesen. Dazu zählen sensible Konfigurationsdateien im Verzeichnis WEB-INF.
Jira-Installationen, die mit Atlassian Crowd integriert sind, können die Konfigurationsdatei WEB-INF/classes/crowd.properties offenlegen, die den Crowd-Anwendungsnamen, das Anwendungspasswort im Klartext und die URL des Crowd-Servers enthält. Wenn Angreifende diese Zugangsdaten erlangen und Zugriff auf den Crowd-Server haben, können sie sich an dessen REST-API authentifizieren, bestehende Benutzer auflisten, neue Konten anlegen und Gruppenmitgliedschaften ändern.
Sicherheitsforschende von watchTowr Labs haben einen neuen Crowd-Benutzer angelegt und ihn der Gruppe jira-administrators hinzugefügt, wodurch sie Admin-Rechte in Jira erlangten. Dieses Angriffsszenario setzt Crowd-Integration, offengelegte Zugangsdaten und Netzwerkzugriff auf den Crowd-Dienst voraus. Sehr restriktive IP-Allowlists in Crowd können die Ausnutzbarkeit einschränken.
Betroffene Produkte und Gegenmaßnahmen für CVE-2026-21589 in Atlassian-Data-Center-Produkten
CVE-2026-21589 betrifft Jira Service Management Data Center, Jira Software Data Center, Confluence Data Center, Bitbucket Data Center, Bamboo Data Center, Crowd Data Center, Crucible und Fisheye. Alle Versionen vor den behobenen Versionen sind betroffen. Betroffene Instanzen in der eigenen IT-Umgebung sollten umgehend aktualisiert werden, vorrangig solche, die aus dem Internet erreichbar sind.
Atlassian stellt Regeln für Web Application Firewalls (WAF) bereit, um die Schwachstelle in allen betroffenen Produkten abzumildern, dazu Tomcat-RewriteValve-Regeln für Confluence, Jira Service Management, Jira Software, Bamboo und Crowd. Für Bitbucket stellt Atlassian eine Regel bereit, die in urlrewrite.xml ergänzt werden kann. Die vom Hersteller bereitgestellten Workarounds sind nur temporäre Gegenmaßnahmen.
Die behobenen Versionen sind nachfolgend aufgeführt:
Zusammenfassung
CVE-2026-21589 ist eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle mit kritischem Schweregrad, die nicht authentifizierten Angreifenden das Lesen beliebiger Dateien erlaubt und alle ungepatchten Versionen mehrerer Atlassian-Data-Center-Produkte betrifft. Sie ermöglicht den Zugriff auf bestimmte Dateien im Stammverzeichnis der Webanwendung, wenn Angreifende den genauen Dateipfad und -namen bereits kennen. Außerdem können Angreifende CVE-2026-21589 nutzen, um Admin-Rechte zu erlangen, wenn Crowd SSO verwendet wird. Der Zugriff auf aus dem Internet erreichbare Instanzen sollte umgehend eingeschränkt und auf eine gepatchte Version aktualisiert werden.
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Direkt nach der Veröffentlichung von CVE-2026-21589 wurde der OPENVAS ENTERPRISE FEED um Tests zur Erkennung aller betroffenen Atlassian-Produkte erweitert:
Remote-Banner-Check für Atlassian Jira Service Management Data Center [1]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Jira Software Data Center [2][3]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Confluence [4][5]
Aktiver Check und Remote-Banner-Check für Atlassian Bitbucket [6][7]
Remote-Banner-Check für Atlassian Bamboo [8]
Remote-Banner-Check für Atlassian Crowd [9]
Remote-Banner-Check für Atlassian Fisheye und Crucible [10]
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Josephs Karriere im Bereich IT und Cybersicherheit ist von Vielfalt und Leidenschaft geprägt. Sie begann in den späten 1980er Jahren mit der Arbeit an einem IBM PS/2, der Montage von PCs und der Programmierung in C++.
Er studierte Computer- und Systemtechnik, Anthropologie und erwarb einen MBA mit Schwerpunkt Technologieprognose.
Josephs Fachgebiete umfassen Datenanalyse, Softwareentwicklung und insbesondere IT-Sicherheit in Unternehmen. Er ist Experte für Schwachstellenmanagement, Verschlüsselung und Penetrationstests.



